Der Workshop wird angeleitet von Collective Care Berlin und organisiert vom Educat Kollektiv.
Inhalt
Dieser Workshop lädt uns dazu ein, psychische Gesundheit nicht als isoliertes persönliches Problem zu betrachten, sondern als etwas, das tief geprägt ist von kollektiven Traumata, systemischem Zusammenbruch und der Trauer, in einer Welt zu leben, die von Gewalt, Völkermord und ökologischer Zerstörung geprägt ist.
Anstatt schnelle Lösungen oder individuelle Bewältigungsstrategien anzubieten, werden wir üben, mit Unbehagen umzugehen, kollektive Fürsorge zu pflegen und emotionale Resilienz aufzubauen, die der Realität struktureller Schäden Rechnung trägt.
Gemeinsam werden wir uns mit Rahmenkonzepten auseinandersetzen, die uns helfen, Unterdrückung und ihre Auswirkungen zu verstehen – und dabei auf grundlegenden Praktiken wie der Regulierung des Nervensystems und relationalen Fähigkeiten wie tiefem Zuhören und Bezeugen aufbauen.
Wir werden mit dem Körper als Ort des Fühlens, Heilens und der Transformation arbeiten und Momente der Kreativität, des Spiels und der Freude einbauen, um uns wieder zu verbinden und neu zu überdenken, wie wir Krisen durchleben. Dies ist ein Lernraum für Wiederverbindung, Resilienz und die Rückeroberung der Vorstellungskraft.
Alle Körper, Hintergründe und Erfahrungsstufen sind willkommen.
Ort / Datum
Die Veranstaltung findet in Berlin am Freitag, 11. Juli von 10.30 bis 17.30 Uhr statt.
Der Veranstaltungsort liegt in der Nähe der S-Bahn-Station Hermannstraße und der U-Bahn-Station Leinestraße. Der Raum ist rollstuhlgerecht. Leider gibt es vor Ort technische Probleme und 4 Stufen zu überwinden. Bitte meldet euch bei uns, wir bemühen uns um eine Lösung. Der Ort ist die Kiezkappelle in Neukölln.
Die Dauer der Veranstaltung beträgt 7 Stunden mit einer längeren Mittagspause (ca. 1 Stunde).
Grober Zeitplan
- Ankunft 10:00-10:30
- Vormittagsveranstaltung 10:30-13:30
- Mittagspause 13:30-14:30
- Nachmittagsveranstaltung 14:30-17:30
- Ende 17:30
Geschätzter Aufwand
Es sind keine Vorkenntnisse oder Vorbereitungen erforderlich.
Barrieren
Alle Körper, Hintergründe und Erfahrungsstufen sind willkommen.
- Wir werden somatische Übungen, Körperarbeit und Bewegung machen. Dazu musst du nicht körperlich fit sein. Jede:r kann jederzeit Übungen auslassen und wir werden unser Bestes tun, um die Übungen an die Fähigkeiten der Teilnehmenden anzupassen. Um Ausgrenzung zu vermeiden, teile uns bitte im Voraus mit, wenn du eine Behinderung oder körperliche Einschränkungen hast.
- Pausen: Wir machen Pausen, wann immer es nötig ist, und du kannst individuell nach deinen Bedürfnissen Pausen einlegen.
- Kinderbetreuung: Derzeit bieten wir keine Kinderbetreuung an. Wenn ihr mit Kindern kommt und eine Betreuung benötigt, informiert uns bitte mindestens 2 Wochen im Voraus.
- Snacks und Getränke: Wir bieten eine Auswahl an veganen Snacks und Wasser an. Ihr könnt gerne zusätzliche Snacks und alkoholfreie Getränke mitbringen.
Sprache
Gesprochene Sprache: Englisch. Eine Übersetzung ins Deutsche ist vor Ort möglich. Bitte informiert uns im Voraus, damit wir auch Handouts übersetzen können.
Kosten
Die Veranstaltung ist kostenlos. Wenn ihr das Projekt unterstützen möchtet, könnt ihr gerne eine Spende tätigen 🙂 https://skills4crisis.org/#get-involved
Anmeldung
Der Workshop ist auf 20 Personen begrenzt. Du kannst dich über unsere Bewerbungsplattform „typeform“ bewerben. Dort wirst du nach deinem Namen und deiner E-Mail-Adresse gefragt. Außerdem stellen wir dir 5 Fragen, um dich und deine Bedürfnisse etwas besser kennenzulernen. Die Details zum Workshop werden dir so schnell wie möglich per E-Mail zugeschickt.
Bei Fragen sende bitte eine E-Mail an skills4crisis@protonmail.com oder schreib eine Direktnachricht auf Instagram @educatkollektiv mit dem Titel des Workshops im Betreff.
Alle Plätze sind vergeben. Ihr könnt euch auf die Warteliste eintragen.
Die Workshop-Gebenden
COLLECTIVE CARE BERLIN // citizenslab.eu

Alice Priori

Alice ist Community- und Prozessbegleiterin, Art of Hosting-Praktizierende, Aktivistin und Tänzerin. Sie ist Mitbegründerin und Koordinatorin von CitizensLab e.V., einer in Berlin ansässigen Organisation, die sich für tiefgreifende systemische Veränderungen in ganz Europa einsetzt. An der Schnittstelle von Aktivismus, gesellschaftlichem Wandel und Erfahrungslernen unterstützt Alice Gruppen, Kollektive und Künstlerresidenzen bei der gemeinsamen Schaffung regenerativer und gerechter Systeme. Ihre Arbeit basiert auf kollektiver Fürsorge, Somatik und tiefgreifendem kulturellem Wandel, mit einem starken Fokus auf Dekolonisierung, Machtdynamiken und Gemeingüter. Sie widmet sich insbesondere der kollektiven Heilung und der Entdeckung neuer Formen der Demokratie als wesentliche Praktiken der Fürsorge, des Widerstands und der Erneuerung in Krisenzeiten.
Giulia Orlandi

Giulia ist Stadtplanerin mit Schwerpunkt auf Stadtsoziologie und engagiert sich intensiv in sozialpolitischen Prozessen und regenerativem Aktivismus. Als Teil von CitizensLab und Collective Care Berlin erforscht sie alternatives Lernen durch Unlernen. Mit Leidenschaft für Veränderungen und die Vernetzung von Kämpfen arbeitet sie am Aufbau inklusiver und nachhaltiger Gemeinschaften. In den letzten 7 Jahren hat sie sich auf die politischen und sozialen Dimensionen von Frauen oder allgemeiner der LGBTQIA+-Community in Deutschland und Italien konzentriert. Seit mindestens zwei Jahren konzentriert sie sich in ihrer Ausbildung auch auf Gruppenmoderation und Konfliktlösung, wobei sie einen Großteil ihrer Arbeit auf einen kritischen und selbstkritischen Ansatz stützt.
Aleksandra Kulesza

Aleksandra ist Politikwissenschaftlerin und Akademikerin. In der Vergangenheit forschte sie zu Zivilgesellschaft und Demokratiekrisen und veröffentlichte zum Thema direkte Demokratie. Heute ist sie Pädagogin, Moderatorin von Projekten für sozialen Wandel und Clownin, die die Wissenschaft von sozialer Gerechtigkeit, Trauma und Spiel mit heilender Gerechtigkeit und Befreiung verbindet. In ihrer Praxis konzentriert sie sich auf die praktische Anwendung politischer Theorie im Alltag und arbeitet unter dem Motto „Mir geht es gut, wenn es dir gut geht, uns geht es gut, wenn es der Erde gut geht“ auf eine kulturelle Neuorientierung hin, die auf tiefem Verständnis und kollektiver Praxis basiert. Sie denkt Community Care neu, um eine Möglichkeit zu bieten, unsere Räume durch sinnvolle Rituale der Präsenz und sozialen Solidarität in Richtung Verbundenheit zu verändern. Ihre Arbeit ist inspiriert von Staci Haines. Neben ihrem Engagement bei CitizensLab und Collective Care Berlin unterstützt sie Neue Generation bei ihren Bemühungen, Bürgerversammlungen ins Leben zu rufen.
EDUCAT KOLLEKTIV
Fine
Fine ist Teil des Educat Kollektiv und arbeitet von Berlin aus. Für diesen Workshop stellt Fine die Infrastruktur, Organisation und Moderation zur Verfügung. Fine hat in Dresden studiert und arbeitet seit vielen Jahren hauptberuflich und ehrenamtlich in der Jugendbildung. Fine hält Workshops und Seminare, die Methoden der Gruppenpädagogik und Teambildung mit Themen aus der kritischen Bildung verbinden. Fine hat außerdem eine Ausbildung zur:m Trainer:in für außerschulische Bildungsarbeit absolviert und steht kurz vor dem Abschluss einer zertifizierten Ausbildung zur:m Erlebnispädagog:in. Eines der größeren Projekte bei Educat: Caring-arts.org <3.